Hi,
Ich bin Léo Tino Enzo Faulhaber, 1994 geboren, lebe und arbeite in Berlin. Meine Praxis bewegt sich zwischen Keramik, Collage, Zeichnung, Malerei und digitaler Arbeit — Medien, die ich nicht getrennt denke, sondern in ihrer Durchdringung und Widersprüchlichkeit befrage.
Die Werke entstehen aus einem Zustand zwischen Intuition und Überforderung, zwischen Rausch und Traum, zwischen dem Drang nach Ausdruck und dem Scheitern an Einordnung. Das Unterbewusstsein ist dabei kein Rückzugsort, sondern ein lebendiger Organismus — der Ort, an dem sich das Konkrete aus dem Abstrakten formt, an dem Gegensätze nicht aufgelöst, sondern ausgehalten werden.
Mich interessiert, was entsteht, wenn Kategorien versagen: wenn Heiliges profan wird und Profanes heilig, wenn Mythen ihre Brutalität zeigen, wenn Stille nicht mehr still ist. In einer Zeit ständiger Verfügbarkeit und algorithmischer Reizsteuerung wächst die Sehnsucht nach Rückzug — und gleichzeitig die Unmöglichkeit, ihn zu vollziehen. Der Betrachter, wie ich selbst, bleibt gefangen zwischen dem inneren Drang nach Verbundenheit und dem Wunsch nach Isolation.
Die Werke laden nicht zur Auflösung ein, sondern zur Komplexität.
